02.06.2023

Toxikologen der Universität Kiel informieren beim Treffen des Ostseerates in Wismar über die Gefahr, die für die Umwelt von versenkter Weltkriegsmunition ausgeht

Bei seinem Treffen am 1. und 2. Juni 2023 in Wismar vereinbarten die AußenministerInnen des Ostseerates eine engere Kooperation bei der Bergung und Entsorgung von Munitionsaltlasten aus den Weltkriegen, die auf dem Meeresboden lagern. Nach dem Willen von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sollen sich Investoren beim Bau von Offshore-Windparks in der Ostsee künftig an der Bergung von Munitionsaltlasten beteiligen. In der Abschlusserklärung weisen die Ratsmitglieder auf die Gefahren hin, die die konventionelle und chemische Munition für die Meeresumwelt, Fischerei, Schifffahrt und Anlagen der erneuerbaren Energien darstellt. Nach Schätzungen des Fraunhofer-Instituts liegen in der Ostsee bis zu 400.000 Tonnen konventionelle Munition und etwa 40.000 Tonnen chemische Kampfstoffe. Wesentliche Erkenntnisse zur der Umweltgefährlichkeit dieser toxischen Explosivstoffe lieferte das Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein unter der Leitung von Prof. Dr. Edmund Maser in über 10-jähriger Forschungsarbeit. Nach einem Kurzvortrag von Dr. Jennifer Strehse in Wismar standen Dr. Strehse und Prof. Maser den Außenminister*innen für Fragen zur Verfügung.

Edmund Maser, UKSH

Bild links: Dr. Jennifer Strehse und Prof. Edmund Maser vor Exponaten verrostender Weltkriegsmunition (Bild: E. Maser)

Bild rechts: Unter großem Presseandrang werden die 25 AußenministerInnen des Ostseerates und deren Delegation von der Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig begrüßt (Bild: E. Maser)

Bild rechts: Dr. Jennifer Strehse bei ihrem Vortrag über die Gefährlichkeit der versenkten Weltkriegsmunition vor den AußenministerInnen der Ostseeanrainerstaaten (Bild: E. Maser)