CONMAR

Überblick

Ziel von CONMAR ist es, sowohl bestehende als auch neue Datensätze zu Kampfmittelaltlasten im Meer miteinander zu integrieren, Fachwissen und Kenntnisse deutscher Meeresforschungsorganisationen, staatlicher Stellen und des Privatsektors zu bündeln, unser wissenschaftliches Verständnis des Verbleibs und der Auswirkungen von Meeresmunition in der Umwelt zu verbessern und in Absprache mit Interessengruppen politische Lösungen für Monitoring- und Sanierungsmaßnahmen zu erarbeiten. CONMAR wird detaillierte Informationen über die Verteilung und den Zustand von Munition in deutschen Gewässern liefern und ein physikalisches und quantitatives Verständnis über die Freisetzung, Ausbreitung, Abschwächung und Übertragung von sprengstofftypischen Verbindungen in der Nahrungskette liefern. Dies schließt auch die Bewertung ihrer ökologischen und toxikologischen Auswirkungen ein. CONMAR wird diese Ergebnisse nutzen, um auf der Grundlage ökologischer und sozioökonomischer Überlegungen Sanierungskonzepte zu bewerten. Das Projektkonsortium wird einen transdisziplinären Prozess der Zusammenarbeit zwischen Interessengruppen und Forschern einleiten. Beteiligte aus der Industrie, von Regierungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Umweltschutz- und politischen Organisationen werden von Anfang an in CONMAR einbezogen, um eine Reihe von Projektaktivitäten mitzugestalten, Forschungsergebnisse während der Entwicklungsphase zu diskutieren, die CONMAR-Ergebnisse während der Abschlussphase gemeinsam zu bewerten und Maßnahmen, Prozesse und Initiativen für die Zeit nach dem Projekt zu entwickeln.

Fig. 1:

Übersicht über Verklappungsstandorte von Munition, die bei Kriegseinsätzen und Manövern eingebracht und zu großen Teilen nach dem Zweiten Weltkrieg in der Deutschen Nord- und Ostsee versenkt wurden.