15.09.2022

Mit dem Forschungsschiff Heincke auf Munitionsspurensuche in der Nordsee

Nachdem der erste Herbststurm die Abfahrt um zwei Tage verzögert hatte, brach das North Sea Wreck (NSW) Team zusammen mit arte zur letzten Projektausfahrt in die Deutsche Bucht auf. Ziel waren Wracks aus dem 1. Weltkrieg, darunter ein Minenleger U-Boot (UC30) vor Esbjerg und zwei leichte Zerstörer, SMS ‚‘Mainz‘ und die SMS ‘Ariadne‘, die beide westlich von Helgoland versenkt wurden. Auf Schritt und Tritt verfolgt von den arte Kameradrohnen und Mikros konnte das Team an der UC30 Wasser, Sediment und Fische beproben, scheiterte jedoch daran Videoaufnahmen mit dem ROV zu produzieren. Grund: die die Strömung rund um das Wrack war einfach zu stark, um das ROV auf Kurs zu halten. Unter Zeitdruck konnten an ‘Mainz‘ und ‘Ariadne‘ noch Wasserproben genommen werden. Die Fischnetze waren an der Ariadne jedoch komplett leer. Nur ein eine einzige Kliesche konnte das NSW Team für seine Untersuchungen fangen. Aber das ROV bleibt an Bord und die Kolleg:Innen vom ICBM Oldenburg wollen im nächsten Fahrtabschnitt weitere Versuche starten, die Wracks zu filmen. Wir sind gespannt und drücken die Daumen!

Matthias Brenner, AWI