15.10.2022

Forschungsschiff ALKOR sticht (wieder) für Munitionsforschung in See

Vom 24.-31.10.2022 unternahm ein Team von Technikern, Ingenieuren und Forschern des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Meeresforschungsinstituts Senckenberg am Meer eine Fahrt (AL583) in die westliche Ostsee mit dem RV ALKOR. Im Rahmen der Projekte BASTA, CONMAR und ExPloTect haben wir unsere multidisziplinäre Forschung zu marinen UXO- und Sprengstoffdetektionsmethoden erfolgreich fortgesetzt. Zum ersten Mal ist es uns gelungen, dass unser ‘backseat-driver‘-Algorithmus des Girona500 AUV "Luise" ein einzelnes UXO-Objekt allein auf der Grundlage der Erkennung von magnetischen Anomalien vor Ort autonom lokalisieren und untersuchen konnte. Im Rahmen der biochemischen Forschung wurden Dutzende von van Veen-Greifproben innerhalb und außerhalb von Munitionsdeponien gesammelt. CTDs wurden an mehr als 50 Stationen entlang der Küste in verschiedenen Tiefen durchgeführt. Die Analysen werden helfen unter anderem folgende Fragen zu beantworten: Welchen Einfluss haben Munitionsverbindungen auf die Artenvielfalt und Abundanz der benthischen Fauna in der Ostsee? Welche Munitionsbestandteile können wo und in welchen Konzentrationen nachgewiesen werden? Reichern sich die Verbindungen im Sediment an?

Daniela Henkel, GEOMAR